It’s my favorite song they gonna play

Ja, ich bin im Streß, aber was solls mit Musik gehts munter weiter!
Aber natürlich höre ich mir nicht irgendwelche Musik an – wobei, das ist falsch formuliert. Ich sehe mir schließlich auch Musik an, insbesondere die Musik, die von einem deutschlandweit hochbekannten Infoportal kritisch unter die Lupe genommen und als sehenswert befunden wurde. Man nimmt ja nicht alles, nicht wahr?
Its really gaga: http://www.youtube.com/watch?v=vAkdVpVgCiI
Insofern konnte ich nicht um das neueste Machwerk des dynamischen Frauenduos von Frau Gaga und Frau Bejonngsee herum, welches sich folgendes Geblubber im Spiegel erarbeitet hatte:
Tatsächlich ist die Liaison von Gaga und Pulp-Papst Tarantino sinnvoll: Beide Künstler bedienen sich aus dem großen Pool der Pop- und Trashkultur, um vordergründig retrospektive, aber im postmodernen Kern letztlich top-aktuelle Sampling- und Hommage-Kunstwerke zu erschaffen, die sich aus der ironischen Brechung von Sex, Gewalt und Perversion speisen. Die Ausbeutung und Inanspruchnahme des Kreativpotential anderer, vor allem visuell arbeitender Künstler, damit hat natürlich auch Gagas Vorgängerin Madonna schon über ihr manchmal arg dünnes musikalisches Oeuvre hinweggetäuscht. Ihre treueste Epigonin geht dabei nur aggressiver vor und überdreht, wo sie kann.
Ich hab die Worte dick markiert, die zeigen sollen, dass es der Autor voll ernst genommen hat. Aber mal ehrlich, mir hats gefallen. Insbesondere Beyonce leistet sich ein paar Entgleisungen ihrer Mimik, die ich ihr eigentlich – aus Eitelkeit – nicht zugetraut hätte. Aber was tut man nicht alles, um äh… epigonisch zu sein.
Im Fahrwasser dieser, ganz ernsthaft kreischig-bunt-kreativen Videos kommen allerdings auch immer ein paar Perlen geschwommen, für die man youtube wirklich mögen kann. Die Sängerin mag etwas eingeschüchtert wirken, aber irgendwie ist der Song wiedererkennbar und… hübsch interpretiert.
dansengubben: beard guy is awesome :)